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Donnerstag, 9. August 2012

Nachtgedanken


Melancholie lässt mich des Nachts erwachen.
Sollt ich schreien oder sollt ich lachen?
Was ist's, dass meine Augen offen hält?
Und meine Seele streifen lässt durch diese Welt.
Sorgen sind's, verstecke Gedanken - und die Lügen.
Sie alle wollen zerstören, mich betrügen.
Doch Gott sei Dank lauf' ich an deiner Hand.
Sorgen dräng' mich immer wieder an die Wand.
Aber mein Griff festigt sich in dieser Not.
Du bewahrst mich vor allem Übel – vor dem Seelentod.
Alle Ketten sind gebrochen, offen steht das Tor.
Und du flüsterst mir leis' ins Ohr:
„Alles - alles gab' ich für dich hin.“
Nur durch dich hat's endlich einen Sinn.
Du nimmst die Angst, die Sorge und die Lüge fort.
Und führst mich durch's Tor zu einem wundervollen Ort.
Wo die Wiesen blühen, die Sonne nie vergeht
& Liebe, Hoffnung in den Winden weht.
In deinem Reich, da gibt es keinen Schmerz.
Hass, Trauer kennt hier nicht ein einzges' Herz.
Tief in meinem Geist bin ich längst in diesem Land.
Nur mein' Körper hält's in dieser Welt & die Füße fest im Sand.
Schon huscht ein Lächeln über mein Gesicht.
Steh' ich in tiefster Nacht - so strahlt doch in mir ein helles Licht.

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