Gesamtzahl der Seitenaufrufe

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Umkehr

Rastlos wandelt er des Nachts umher.
Gegen Angst setzt er sich zur Wehr.
Er kämpft gegen die Dämonen.
Und flüchtet vor der Stille, in der sie wohnen.

Im Dunkeln kriechen sie herum.
Umkreisen ihn und glotzen dumm.
Sie tanzen lautlos hin und her.
Ihr Hass ist tiefer als das Meer.

Im Kreise dreht er sich geschwind.
Doch vor lauter Schuld ist er nun blind.
Schon greifen sie nach seiner Hand.
Und treiben ihn ins Totenland.

So steht er hier in tiefster Nacht.
Verlassen, weil er zuerst verließ ganz unbedacht.
Vom Tode trennt ihn nun mehr ein Moment.
Da fleht er zum Höchsten am Firmament.

Allein aus Gnade geschieht nun dies:
Er wird errettet von dem, den er verließ.
Die dunklen Schatten müssen weichen.
Ihre Macht wird hier nicht reichen.
Licht verdrängt die finstere Dunkelheit.
Und Hass weicht Liebe in Vollkommenheit.