Gesamtzahl der Seitenaufrufe

Freitag, 31. Dezember 2010

Es ist als würde..



Die Augen sanft geschlossen.
Spürst du es? Einzigartige, zeitlose Momente.
So unverwechselbar, so einprägsam & - so wunderschön.


Auf meinem Rücken entfalten sich weite Flügel.
Ich fliege Richtung Himmel. Mein Ziel heißt Glück!
Wärme erfüllt all meine Glieder. Langsam & zärtlich.
Ich breite die Arme aus - voller Freude.


Mein Innerstes lodert in schallenden Jubelrufen auf.
Da gibt es kein Halten mehr. Nichts bleib unberührt!
Alles bebt vor Glück. So unwiderruflich! So unumkehrbar.


Es hat mich der Sprache beraubt.
Meine Worte verschwimmen im Meer der Liebe.
Ich bin nervös, gespannt, schüchtern, bedacht.
Simultan flammt ein Feuerwerk in meinem Herzen auf.


Es ist als würde mich alles zu dir ziehen.
Es ist als würden meine Gedanken nur noch deinen Namen kennen.
Es ist als würde mein Herz Feuer fangen, für dich..


♥ 

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Kurzgeschichte


Weihnachten im Sommer (Geschrieben 2009)

Dezember. Weihnachten stand vor der Tür. Die Straßen waren von einer weißen Schneedecke bedeckt und bunte Lichterketten schmückten die Fenster der Häuser. Ein Schultag noch dann begann für die Schulkinder die schönste Zeit des Jahres - die Weihnachtsferien. Nicht nur der Ferien halber, viel mehr war es die Vorfreude auf Weihnachten, die die Kinderaugen ganz groß werden ließ. Luka ging in die 1. Klasse. Er war schon 6 Jahre alt. In seiner Grundschule fand bereits kein richtiger Unterricht mehr statt. Die Kinder frühstückten zusammen, backten Plätzchen und die Lehrerin laß ihren Schützlingen kleine Weihnachtsgeschichten vor. Gemütlicher Kerzenschein erfüllte das Klassenzimmer. Dies war die einzige Zeit im Jahr, in der auch der kleine Luka mit Freude zur Schule ging.

*Rrrrring* Das Läuten der Schulklingel weckte die Kinder aus der Fantasiewelt des Ebenezer Scrooge. Die Lehrerin klappte das Buch zu und versuchte hastig noch ein paar Worte an ihre Schüler zu richten. Jedoch blieb es allein bei dem Versuch. Die Kinder packten bereits rasch ihre Sachen, um nach Hause zu kommen. Schließlich war heute der letzte Schultag. Luka hatte es ganz besonders eilig. Seine Mutter hatte gesagt, er solle sich beeilen, damit sie ihren Flug bekämen. Dieses Jahr war nämlich etwas ganz besonderes. Zum ersten Mal würden sie Weihnachten nicht Daheim sein. Sonst hatten sie Heilig Abend immer bei Großmutter verbracht. Sie aßen gemeinsam, sangen Lieder und Vater hatte die Weihnachtsgeschichte vorgelesen. Doch nicht so dieses Jahr.

Die Autofahrt verging wie im Flug. Der Flug selbst aber schien für Luka eine Ewigkeit auf sich warten zu lassen. Er war sehr gespannt, wie es wohl sein möge zu fliegen. Er rannte den gesamten Terminal C auf und ab. Spannte dabei seine Arme weit auseinander und ahmte Motorengeräusche nach. Plötzlich ertönte eine Stimme über die Lautsprecher:„Wir bitten die Passagiere für den Flug 266 nach Australien jetzt an Bord zu kommen!“. Vater hatte ihm Australien bereits auf einer großen Landkarte gezeigt doch da erschien es winzig klein. Wie sollten sie dort alle Platz finden? Der 6-jährige war fürchterlich gespannt. Als sie endlich in das Flugzug durften, rannte er vor und saß als erstes auf seinem Platz.

Luka fand es unheimlich aufregend über den Wolken zu fliegen. Er schaute gebannt und mit fasziniertem Blick aus dem Fenster. Etwas später schlief er jedoch ein. Nach 24 Stunden landete Flug 266 in Melbourne, Australien. Sie bekamen schnell ihr Gepäck und verließen den Flughafen durch den Haupteingang. Als sie aus der Halle traten, blieb Luka wie angewurzelt stehen. Wo war der ganze Schnee, fragte er sich. Und warum war es so warm? Irritiert zog er am Ärmel seines Vaters: “Duu, Papa? Der Winter ist verschwunden.“ Sein Vater lachte. „Habe ich dir das nicht erzählt Luka? In Australien haben sie jetzt Sommer.“, erwiderte er gutmütig und hielt nach einem Taxi Ausschau. Lukas Mund stand immer noch weit offen. Hatte er so lange geträumt? Hatte er den ganzen Winter und Frühling im Flugzeug geschlafen? Entsetzen machte sich in seinen kleinen Kinderaugen breit. Habe ich Weihnachten verschlafen? Wird der Weihnachtsmann mich jetzt nicht besuchen? Er lies seine Tasche fallen und rannte entsetzt zu seinem Vater. „Papa, Papa! Wenn jetzt Sommer ist, dann ist ja Weihnachten vorbei!“ Er war den Tränen nahe. „Der Weihnachtsmann hat mich im Flugzeug vergessen.“ Schniefte er traurig und schaute zu Boden. Sein Vater beugte sich zu ihm hinunter, lächelte und sagte: „Keine Angst Luki, du hast Weihnachten nicht verschlafen. In Australien ist Sommer, wenn wir Winter haben. Das bedeutet, sie feiern Weihnachten im Sommer.“ Er schloss Luka in seine Arme und beruhigte ihn. Als er ihn losließ, strahlte der Kleine wieder. „So und nun hol schnell deinen Rucksack und komm. Mama steht schon am Taxi und wartet. Wir wollen doch pünktlich bei der Schwester deiner Mutter ankommen, um Weihnachten zu feiern. Weihnachten im Sommer.“

Dienstag, 21. Dezember 2010

Vollendete Tatsachen



Ein halbes Jahr lässt Schmerzen vergessen.
Aber auch viel Schönes! Heute ist DER Tag gewesen.
Der Tag, an dem ich die Tür verschloss. Endgültig.
Der Tag, an dem ich Erinnerungen verbrannte. Endgültig.
Da ist kein polternder Geist mehr in meinem Haus.
Ich bin frei - habe die Vergangenheit sich selbst überlassen.
Für dich und für mich und für DICH!
Du sagst, ich sei feige, verändert, nicht mehr derselbe.
Du fragst mich, wie ich nur so verletzend sein kann?
Eines Tages wirst du dich von der verschlossenen Tür abwenden &
die schöne Welt wahrnehmen. Dann wirst du mich verstehen.
Wirst verstehen "Warum?" und wirst begreifen, dass es richtig war.
Vielleicht wirst du dich mit einem Lächeln erinnern und leise:

"Danke."

..in den Wind flüstern.
Es tut mir Leid. Oder nein:
Du hattest recht, das tut es nicht.
Denn es war der richtige Weg.
Das sind vollendete Tatsachen.


Sonntag, 12. Dezember 2010

Vertrauen

Anmerkung: Der Tag, an dem ich diesen Text verfasst habe, liegt etwas zurück. Es handelt sich hierbei um eine Rede im Fach DS. Des Weiteren möchte ich klarstellen, dass einige Gedanken nicht nur von mir sind - sondern lediglich das zusammen- geschriebene und verknüpfte Gesamtwerk. Da es schon lange her ist, habe ich die Quellen leider nicht mehr gefunden.


Vertrauen


Vertrauen gerade in unserer modernen, komplexen Welt ist unverzichtbar! Würde man anderen Menschen kein Grundvertrauen entgegenbringen, würde alles zusammenbrechen. Oft hört man den Satz von Menschen, die enttäuscht wurden: “Kann man denn überhaupt niemandem mehr vertrauen?“ Vermutlich ist jedem von uns schon einmal dieser Gedanke durch den Kopf geschossen, wenn er von einem Menschen enttäuscht wurde. Nachdem man in einer Situation versetzt wurde, ist das eine ganz normale Reaktion. Viele Menschen jedoch, die schlechte Erfahrungen mit ihren Mitmenschen machten, sind nicht nur enttäuscht, sie werden auch sehr misstrauisch und entwickeln eine gar feindselige Haltung gegenüber anderen. Diese Haltung könnte man auch als eine Art Schutzschild betrachten, das aufgebaut wurde nach dem Motto: „Wenn ich niemanden vertraue, kann ich auch nicht enttäuscht werden“. Dies stimmt. Doch geht man mit dieser Einstellung durchs Leben, verpasst man viele wundervolle Erfahrungen mit anderen Menschen.

Es gibt zwei Arten von Vertrauen. 1. Das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und 2. Das Vertrauen in andere Menschen. Beides hängt miteinander zusammen. Wenn wir uns selbst vertrauen, dann glauben wir an unsere Fähigkeit, mit allem, was auf uns zukommt, umgehen zu können. Wir haben also das Selbstvertrauen, unser Leben zu meistern. Durch dieses Vertrauen gehen wir gelassen durch die Welt. Wenn ich der Überzeugung bin, ich kann - komme was wolle - damit fertig werden, dann brauche ich keine Angst zu haben, anderen zu vertrauen. Dann kann ich anderen Gutes "unterstellen". Wenn ich jedoch glaube, anderen nicht gewachsen zu sein, schwächer als andere zu sein, dann habe ich Angst vor anderen und neige zu Misstrauen. Und Misstrauen führt zur Abschottung von der Gesellschaft. Wir sollten also selbst wenn wir enttäuscht wurden, jedem eine Art Grundvertrauen entgegenbringen. Um unser Willen und dem der anderen Menschen. Mit Vertrauen in sich selbst ist das Leben einfacher! Es ist bewiesen, dass Menschen die sich mehr zutrauen und optimistischer sind auch mehr gelingt. Allein aus ihrer Einstellung heraus. Deshalb ist Vertrauen so wichtig. Vertrauen in sich selbst und Vertrauen in andere, um einfacher und mit mehr schönen Erfahrungen durchs Leben gehen zu können.



Mittwoch, 8. Dezember 2010

From Nothing To Eternity


Kannst du mich hören?
KANNST DU MICH HÖREN?!


Ich schreie nach dir! - In der Dunkelheit.
Meine Stimme zittert vor Angst und Schuld.
Bin blind, am verzweifeln und irre umher.
Stehe mitten im Wald. Der Himmel ist schwarz.
Die Bäume sind grau und kahl. Es stinkt nach Tod.
Meine Augen brennen. Auf meinem Gesicht liegt eine Ascheschicht.
Ich kriege kaum Luft & eine widerliche Übelkeit erfüllt mich.


Kannst du mich hören?
KANNST DU MICH HÖREN?!


Ich sinke zu Boden und schluchze laut.
Ich flehe dich an. Rette mich! Schenk' mir Flügel!
Ein Schrei in der Dunkelheit. Es war mein eigener, so befremdlich.
So schmerzverzerrt, so schrill, so Mark erschütternd.
Ich muss hier raus! Sonst sterbe mich.


Kannst du mich hören?
KANNST DU MICH HÖREN?!


Du lässt dich von denen finden, die dich suchen?
Und jetzt? Ich bin hier allein. Ganz allein. Bin am Ende.
Mein Schreien erreicht kein Ohr in diesem verfluchten Wald.
Hier bin nur ich, der Gestank, die Asche und die toten Bäume.
Mehr nicht.


Ich nehme all meine Kraft zusammen &
brülle aus ganzer Seele, ganzem Herzen, mit all meinem Sein:


Wenn du mich hörst, rette mich!


Stille. Absolute Dunkelheit.


Ganz vorsichtig öffnen sich meine Augenlider.
Ich muss stark blinzeln. Es ist so hell, so warm.
Der Wald, der Gestank, die Bäume, die Asche.
Alles verschwunden.
Ich liege auf einer wunderschönen Wiese.
Das Gras fühlt sich weich und zart an.
Mein Blick schweift ungläubig umher.
Ein atemberaubendes Blumenmeer entfaltet sich vor mir.
Meine Augen sind weit aufgerissen.
Ich komme aus dem Staunen nicht mehr hinaus,
dreh' mich im Kreis, lass mich fallen, springe auf & renne über die Wiese.
Die Sonne strahlt in ihrer ganzen Pracht am Horizont.
Der Himmel ist unfassbar facettenreich.
Vögel zwitschern laut, fliegen Kunststücke in der Luft.
Alles ist voller Leben, der Wind ist warm und angenehm.
Es duftet herrlich. Wie kurz nach einem Regenschauer.
Was für ein wundervoller Ort. So vollkommen.


Plötzlich, zwischen all der Faszination.. steht er auf einmal da.
Ruckartig bleibe ich wie angewurzelt stehen.
Ein Lächeln liegt in seinem Gesicht. So voller Freude und Liebe.
Er winkt mir aufgeregt zu und will, dass ich zu ihm komme.
Ich kann seinem Blick kaum standhalten, so schuldig fühle ich mich.
Eine angenehme Wärme macht sich in meinem Körper breit.
Aufeinmal empfinde ich Geborgenheit, Annahme, Liebe.
Meine Anspannung schwindet.
Ich muss lachen - vor Freude.
Mein ganzer Körper bebt vor Glück.
Ich renne ihm entgegen & lande sanft in seinem liebevollen Arm.
Er hält mich. Dieser kurze, flüchtige Moment war überwältigend.
All meine Schuldgefühle verpufften im Nichts. 
Was blieb war Geborgenheit, Liebe, Annahme, vollkommener Frieden. 
Spürbar in jeder Zelle meines Körpers und in absoluter Perfektion.
Endlich. Ich bin angekommen. Hier bin ich richtig.
Nach all der Zeit. Nach all den Irrwegen. Endlich.
Alles ergibt auf einmal Sinn.
Danke, danke Vater! 



Dienstag, 7. Dezember 2010

Familie



Familie: Ein Geschenk..
..aus Gold, Dreck..
..oder irgendwas dazwischen!

Eltern, Geschwister, Tanten, Onkel, Cousins, Cousinen, Opa, Oma, Uroma, Uropa, Großonkel, Großtante und und und.. jede einzelne dieser Personen bekommt man in sein Leben gestellt. Ob man es nun will oder nicht. Keiner fragt einen. Familie bedeutet manchmal die reinste Qual. Ebenso ist sie das beste, was diese Welt zu bieten hat. Familie ist der Ursprung deiner selbst. Sie prägt dich, formt dich, zeichnet dich. Hier kannst du du selbst sein. Musst dich nicht verstellen. Du wirst geliebt. So, wie du bist. Meistens. Familie kann grenzenlose Geborgenheit, uferlose Liebe und endlose Unterstützung umfassen.
Oder das komplette Gegenteil. Familie kann ein Fluch oder ein Segen sein.

Doch eines steht fest: Man hat sie unweigerlich in seinem Leben. Warum sollte man dieses Geschenk unachtsam behandeln? Vorbeiziehen lassen? Für selbstverständlich nehmen?
So bleibt sie doch meist ein Leben lang, prägt einen mehr alles andere
& kann so wunderschön sein.

Niemals.. niemals, sollte man sie durch Streitigkeiten aufgeben. So ist sie doch das größte Glück! Freunde kommen und gehen. Doch die Familie, sie bleibt. Sie ist immer da.
Pack dieses Geschenk mit beiden Händen und halte es fest -
mit sanftem aber unnachgiebigem Griff.



.

Sonntag, 5. Dezember 2010

Ich will schlafen, woanders aufwachen.




Ich will schlafen, woanders aufwachen. 

Nie mehr derselbe sein & kein bekanntes Gesicht mehr sehn' 
Will meine Augen schließen und mit einem Lächeln wieder öffnen.
Alles hinter mir lassen. Jeden Moment vergessen.

Ich will schlafen, woanders aufwachen.

Wann fährt der Zug Richtung Freiheit ab?
Wie sieht die Stadt der Nächstenliebe aus?
Wo ist der Ort ohne Erwartungen und Druck?
Welchen Namen trägt die Straße des Glücks?
Wem muss ich folgen, um die Wahrheit zu finden?

Ich will schalfen, woanders aufwachen.
Kommst du mit?
Heute noch!



Mittwoch, 1. Dezember 2010

Der Tag an dem ich flog.


Ich sitze in meinem Zimmer. Der Schreibtisch ist unordentlich. Im Gegensatz zum Zimmerboden aber noch recht aufgeräumt. Mein Couch-Bett steht immer noch in der dunklen rechten Zimmerecke, wie ich es vor 11 Stunden verlassen hatte. Ein Blick nach rechts. Hinter meiner Balkontür scheint sich eine andere Welt zu entfalten. Der Himmel strahlt blau. Vereinzelt ziehen Wolken hoch am Himmel vorbei. Den Großteil meines Blickfeldes aber nimmt eine einzelne, kräftige Birke ein. Die Blätter leuchten kontrastreich in der abendlichen Sonne. Zähle ich etwas in dieser Welt? Ich bin drinnen. Abgeschnitten. Vertieft in Gedanken, Musik, Sorgen und einem schleichenden Unwohlsein. Ich denke, ich sollte rausgehen. Drei Schritte und einen Handgriff später ist die Balkontür offen. Eine frische Brise streichelt mir übers Gesicht und zieht vorbei ins triste Zimmer hinein. Ich schließe die Augen und atme tief – sehr tief durch. Die Balkonfliesen sind noch ganz warm von der Sonne. Irgendwie angenehm. Ich schreite bis zum Geländer und schaue in die Ferne. Es war eine gute Entscheidung rauszugehen. Meine Glieder handeln wie von selbst. Ich steige auf den Eckpfeiler meines Balkons und schaue hinunter. "3 Stockwerke", höre ich mich leise in den Wind säuseln. Ich breite meine Arme aus. Augenblicklich erfüllt mich ein Gefühl von Schwerelosigkeit. Die Zeit bleibt für einen Moment stehen. Alle Geräusche verstummen. Da ist nur noch mein Herzschlag. Bumm! Bumm Bumm! Dann springe ich. Nein, vielmehr hebe ich ab. Ich gleite hinüber zur anderen Straßenseite auf die Birke zu. Ein Gefühl von Freiheit durchkommt mich. Mein Shirt flattert laut im Wind. Ich lande sanft auf einem großen Ast mit den Füßen voran. Ausatmen, einatmen. Mein Brustkorb senkt und hebt sich immer wieder hastig. Ich blicke mich um. Niemand scheint meine kleine Flugeinlage bemerkt zu haben. Ich lass mich sanft auf einen dicken Ast hinab sinken und baumle mit den Beine. Fliegen, ich kann tatsächlich fliegen! Ein stummes, überglückliches Lächeln zieht unverkennbar über mein Gesicht.


"Menschenfeind"

Die folgenden Zitate sind aus einem französischen Drama. Der Film heißt "Menschenfeind" und ist meiner Meinung nach sehr sehenswert. Insofern man ein paar makabere Szenen und die durchweg sehr obszöne aber realitätsnahe Sprache der Akteure abkann. Der Film zeigt das Leben eines verzweifelten Mannes, dessen Bild vom Leben und des Menschen durch viele schlechte Erfahrungen extrem negativ geprägt ist. Der Film regt zum Nachdenken an und auf eine Art und Weise sind viele seiner Monologe, aus denen auch die Zitate entspringen, von philosophischen Wert und berühren mittem im Herzen. Anmerkung: Der Film ist nichts für schwache Gemüter.



"Letztendlich ist der Tod keine große Sache. Man macht ein Riesen Geschiss daraus, aber wenn du's aus der Nähe siehst, ist es nichts. Nur ein Körper ohne Leben. Bei den Menschen ist es wie bei den Tieren. Man liebt sie, man begräbt sie und dann ist es vorbei."


"Das Leben ist, ist ein andauernder Kampf. Man muss kämpfen, seinen Plan behaupten."

"Aber was heißt eigentlich allein sein? Du kannst mit einem Kerl oder einer Frau oder sogar mit Kindern leben und trotzdem bist du ganz allein. Ja, ich bin allein und sie auch. Man kommt allein auf die Welt, man lebt allein, man stirbt allein. Allein, immer allein, sogar beim vögeln ist man allein, allein mit seinem Fleisch. Allein auf dem Weg durch einen Tunnel. Ein Weg den man mit niemandem teilen kann und je älter man wird, desto mehr ist man allein. Mit ein paar Erinnerungen an ein Leben, dass sich nach und nach zerstört."

 

"Es gibt keine Gerechtigkeit ohne Rache."

"Der Tod ist kein Irrtum, er ist eine Hintertür."

"Es ist als würde sich alles wiederholen."

"Liebe, Freundschaft, alles Quatsch. Das sind Illusionen, die man versucht aufrecht zu erhalten, um nicht zugeben zu müssen, dass alle zwischenmenschlichen Beziehungen reines Geschäft sind. Wir sprechen von Freundschaft und Liebe, aber aus Berechnung. Es kommt uns gelegen. Die Realität ist käuflich."


"Die Menschen glauben sie sind frei, doch es gibt keine Freiheit. Es gibt nur Gesetze, die Unbekannte zu ihrem Wohl geschaffen haben." 


"Weißt du was das ist, Moral? Ich werd’ dir sagen, was Moral ist. Moral ist was für die, die sie gepachtet haben. Das sind die Reichen. Wer sind die, die immer Recht bekommen? Das sind auch die Reichen und die Armen gehen leer aus."

"Jedem sein Leben, jedem seine Moral!"

"Jeder verteidigt seine Kohle, seine Interessen und niemand tut etwas für dich."

"Das Leben ist eine große Leere. Das war’s schon immer und wird es immer bleiben."


Quelle der Zitate: http://www.stuffnews.de/z49.php?ID=menschenfeind
Beginn bzw. Ausschnitte des Films: http://www.youtube.com/watch?v=PIAPeiBc4eE



( Innerhalb der Ausschnitte fehlen Szenen/Szenenteile, die auf Youtube szensiert wurden. Deshalb ergeben die Ausschnitte teilweise keinen Sinn. )

Montag, 29. November 2010

Glück



Glück.

Du kannst Glück erfahren, glücklich sein, dich vor Glück freuen, 
jemanden Glück wünschen, nach Glück streben.
Doch was ist Glück?

Hängt unser Glück von materiellen Dingen, Beziehungen ab?
Es gibt vermögenden Menschen, die zufrieden sind.
Ebenso funktionierende Beziehungen,
die zwei Menschen in den 7. Himmel befördern können.
Sie sind glücklich.

Doch nebenher existieren Reiche, die zutiefst verbittert sind.
In ihren Herzen steht Traurigkeit großgeschrieben.
Zugleich kommen Beziehungen vor,
in denen sich die Menschen gegenseitig zerstören.
Sie sind unglücklich.

Beziehung und Geld sind also kein Ursprung des Glücks.
Dies sind nur Faktoren, die den Rohdiamanten "Glück" schleifen,
ihn abrunden, ihm Form verleihen und zum strahlen bringen können.
Doch dein Glück.. oder vielmehr der Ursprung deines Glückes..
..bist schlussendlich du selbst. Mit sich selbst zufrieden sein, 
sich so angenommen haben, wie man ist, mit all den Fehler, 
mit all den Schwächen und Makeln,

das macht glücklich.
Das ist Glück.


Sonntag, 28. November 2010

Diese Welt



Diese Welt, unsere Welt.
...
Sie scheint so selbstverständlich, so alltäglich.
Wir leben in ihr, durch sie. Tag ein Tag aus. Schlafen, gehen arbeiten, essen, 
versuchen unsere spärliche Freizeit für die wichtigen Dinge zu nutzen.
Und in all diesen unendlich scheinenden Wiederholungen suchen wir nach etwas..
Wir wollen glücklich sein. Messen unser Leben an Maßstäben.
Wie dumm, wie traurig, wie menschlich.. 

Ist die Welt doch soviel mehr. Nie werden wir im Ganzen verstehen.
Betrachtet man unseren blauen Planeten von außen, ist er nichts.
Wie ein Sandkorn in der Wüste. Und auf diesem kleinen Sandkorn sind wir.
Sorgen uns um einen Scheiß, der keinerlei Bedeutung hat.
Denke ich darüber nach, geht es mir besser.
Meine Probleme sind doch nicht so groß.
...
Genau genommen sind sie.. 
..nichts.