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Mittwoch, 19. Dezember 2012


Wenn meine Seele zerbricht,
Sehnsucht im Herzen sticht,
Wenn mein Verstand kapituliert,
sich mein Kopf im Dunkeln verliert.
Wenn Kraft aus meinen Händen weicht,
mein stärkster Wille nicht mehr reicht.
Wenn Einsamkeit mein Begleiter wird,
und die letzte Hoffnung in mir stirbt.
Wenn ich das Handtuch fallen lasse
und das Leben aus den Händen lasse..

..fängst Du es auf,
hebst mich in den Lauf.
Befreist mich von der Last.
Schenkst mir Ruhe -
Schenkst mir Rast.
Wiegst mich in Deiner Liebe.
Ich vergesse meine Kriege.
Gibst mir ein neues Heim.
Nennst mich für immer Dein.
Flüsterst mir die Wahrheit zu.
Und mir wird klar: Nur Du!
Vollkommenheit umgibt mich.
Jesus, Jesus, Jesus.. ich liebe Dich.


Donnerstag, 9. August 2012

Nachtgedanken


Melancholie lässt mich des Nachts erwachen.
Sollt ich schreien oder sollt ich lachen?
Was ist's, dass meine Augen offen hält?
Und meine Seele streifen lässt durch diese Welt.
Sorgen sind's, verstecke Gedanken - und die Lügen.
Sie alle wollen zerstören, mich betrügen.
Doch Gott sei Dank lauf' ich an deiner Hand.
Sorgen dräng' mich immer wieder an die Wand.
Aber mein Griff festigt sich in dieser Not.
Du bewahrst mich vor allem Übel – vor dem Seelentod.
Alle Ketten sind gebrochen, offen steht das Tor.
Und du flüsterst mir leis' ins Ohr:
„Alles - alles gab' ich für dich hin.“
Nur durch dich hat's endlich einen Sinn.
Du nimmst die Angst, die Sorge und die Lüge fort.
Und führst mich durch's Tor zu einem wundervollen Ort.
Wo die Wiesen blühen, die Sonne nie vergeht
& Liebe, Hoffnung in den Winden weht.
In deinem Reich, da gibt es keinen Schmerz.
Hass, Trauer kennt hier nicht ein einzges' Herz.
Tief in meinem Geist bin ich längst in diesem Land.
Nur mein' Körper hält's in dieser Welt & die Füße fest im Sand.
Schon huscht ein Lächeln über mein Gesicht.
Steh' ich in tiefster Nacht - so strahlt doch in mir ein helles Licht.

Freitag, 20. April 2012

Das, was bestand hat.


Und jeder Tag ist doch ein neuer Tag.
An dem ich's wag dein Angesicht zu schauen.
Mit tiefer Freud' ihm Herzen geb ich alles hin.
Wohin's mich zieht, was mir auch geschieht.
Soll's doch sein, ich nimm's nur gern.
Denn voll Vertrauen will ich bau'n.
Auf dich in alle Ewigkeit.

Sonntag, 18. März 2012

Wake Up Call


Du wirst geboren und bist unschuldig.
Ab deinem ersten Atemzug bestimmen Regeln deine Welt.
Tue dies nicht, jenes ist falsch und so wird es gemacht!
Du lernst dich zu verhalten und du erkennst die Welt.
Aber du erblickst sie niemals mit deinen Augen.
Deine Entscheidungen, Urteile, Handlungen und Emotionen.
Alles ist ein Produkt deiner Erfahrungen und Prägungen.
Und alle Erfahrungen, die du je gemacht hast,
wurden dir von dieser Welt auferlegt.
Du bist willenlos, ein Opfer deines Umfeldes.
Und je länger du in dieser Welt wandelst.
Je mehr du sie liebst und dich in ihr verlierst.
Umso mehr werden deine Augen die Wahrheit als Lüge bezeichnen.
Du wirst die Wahrheit verachten, weil die Welt sie verachtet.
Wach auf, solange du noch kannst.
Oder lebe ewig in einer Lüge.
 

Dienstag, 21. Februar 2012

Traumwelt


Nostalgie mein bittersüßer Traum.
Lass uns in alten Tiefen Höhlen bauen.
Deine fernen Klänge tragen mich.
Verlieren will ich mich - in Trauer und in Glück.
Empathie regiert in deiner grauen, bunten Welt.
Oh, Nostalgie warum bist's nicht du - die Wirklichkeit?
Fern von allem sein, schaffst du Illusionen ins geheim.
Ohne dich, da fühl' ich nicht, da bin ich nicht!
Doch hab' ich dich, so leb' ich nicht - im jetzgen' Licht.


Donnerstag, 8. Dezember 2011

Umkehr

Rastlos wandelt er des Nachts umher.
Gegen Angst setzt er sich zur Wehr.
Er kämpft gegen die Dämonen.
Und flüchtet vor der Stille, in der sie wohnen.

Im Dunkeln kriechen sie herum.
Umkreisen ihn und glotzen dumm.
Sie tanzen lautlos hin und her.
Ihr Hass ist tiefer als das Meer.

Im Kreise dreht er sich geschwind.
Doch vor lauter Schuld ist er nun blind.
Schon greifen sie nach seiner Hand.
Und treiben ihn ins Totenland.

So steht er hier in tiefster Nacht.
Verlassen, weil er zuerst verließ ganz unbedacht.
Vom Tode trennt ihn nun mehr ein Moment.
Da fleht er zum Höchsten am Firmament.

Allein aus Gnade geschieht nun dies:
Er wird errettet von dem, den er verließ.
Die dunklen Schatten müssen weichen.
Ihre Macht wird hier nicht reichen.
Licht verdrängt die finstere Dunkelheit.
Und Hass weicht Liebe in Vollkommenheit.

Sonntag, 30. Oktober 2011




Irgendwo im Nirgendwo versteckt sich alles.
In dem Mittelpunkt von Kreativität und Mutlosigkeit.
An der Schnittstelle zwischen Freiheit geeint mit Hoffnung.
Dort, wo Gleichgültigkeit und Frieden sich zart berühren.
Und Sanfmütigkeit sich mit hemmungslosem Verhalten paart.
Hier treffen sich Hass, Liebe und Freundschaft.
An diesem Ort, wo sich alles bündelt und in einem Ganzen auflöst,
zählt der einzelne nichts mehr. Es gibt nur noch die Einheit.
Dort bist du frei und lernst fliegen mit der Seele.
Zwischen den Zeiten im Augenblick der Ewigkeit.
Hier ist alles nichts und das nichts ist doch alles.
Lass dich fallen, lass dich fangen und sei frei. 


Mittwoch, 19. Oktober 2011

Neue Welt

Ich, ja ICH betrete eine neue Welt. Die Türschwelle habe ich schonmal gemeistert! Wie seh' ich aus? Was denken die anderen? Ich versuche diese lästigen Gedanken bei Seite zu schieben. Es gelingt mir nicht. Nagut.. dann auf ins Chaos. Mein Blick fokussiert den Boden, fliegt quer durch den Raum. Hektisch, nervös. Ich schaue in die fremden Gesichter. Nur ganz kurz. War das schon zu lange? Ich will niemanden bedrängen. Will nicht auffallen, aber auch nicht untergehen. Ich suche nach Halt. Es sind so viele Menschen hier. Aber doch irgendwie keiner. Was mache ich hier? Und wie verdammt finde ich den Raum H3010? H steht Hauptgebäude. Das weiß ich zumindest! So weit so gut. Ein paar Leute stehen ebenso ahnungslos vor einem riesigen Gebäudeplan. Aus Wortfetzen entnehme ich, dass sie mitlerweile wissen wolang es geht. Sie gehen los. Was soll ich tun? Darf ich ihnen hinterherlaufen? Na klar. Studenten beißen doch nicht, oder doch? Eine Treppe nach oben.. links, noch eine Treppe und noch eine. Nochmal links? Nagut. So da wären wir. Tatsächlich steht dort groß H3010. Ich betrete den Raum, zwänge mich an großen Rucksäcken und Menschen vorbei. Es ist laut. Es scheint als würden sich glatt alle 400 Leute unterhalten. Was gibt's da zu bereden? Kennen die sich schon alle untereinander? Hab' ich jetzt schon den Anschluss verloren? Beim Betreten des Raumes hängen ich bereits sozial hinterher. Na klasse. Vielleicht sollte ich doch etwas anderes studieren. Ich setze mich weit vorne hin zu den anderen Biotechnologen. Ein junger Mann ergreift das Wort und es wird still. Wurde aber auch Zeit.

Sonntag, 24. Juli 2011

Wir lieben




Wir kämpfen, wir streiten, wir fechten. 
Beharren beide auf unserer Meinung.
Sind beide Sturrköpfe, die ihre Ansicht durchboxen wollen.
Wir verletzten uns gegenseitig. Ich bin zu voreingenommen.
Wir lassen uns von Gefühlen leiten und prallen aufeinander.
Doch all Streit, all Verletzung, alle Meinungsverschiedenenheiten,
alle Fehler - ja alles verblast im Angesicht der Liebe.
Im Angsicht der Hoffnung und Zuversicht, die ich habe.
Im Angsicht meines Traumes mit dir ein Leben zuteilen!
Mögen es noch 1000 Streits sein, ich werde kämpfen.
Ich will dich erobern, dich gewinnen, dich mein nennen.
Denn nichts begehre ich mehr als dich! Mein Glück. <3
Ich will einsichtiger sein. Will versuchen die Dinge mit
deinen Augen zu sehen und dich zu verstehen,
denn kein Mensch ist mir wichtiger.
Vergib' mir, denn ich bin ein Mensch.
Ein Mensch, der dich liebt, wie kein anderer.
Der dich will, wie niemand sonst &
der sich nach dir sehnt, wie sonst keiner.

Ich liebe dich. ♥


Mittwoch, 30. März 2011

Where is my mind?




All attempts to find it back were just in vain.
Now I'm so empty, that I even miss the pain.
Two days ago I lost it in the plane.
It was grey and sprinkled with claret-red stain.
Today: Feelings, thoughts and everything is plain.
I need it back - my brain.

Where is my mind?
Where is my mind?
Where is my mind?


Freitag, 18. März 2011

In der Dunkelheit



Unruhig schlendere ich eine lichtdurchflutet Hauptstraße entlang. Die Hände in den Manteltaschen. Es ist Nacht. An den Scheiben der Autos schimmert unscharf der Mond im Frost. Die Laternen wirken wie aus dem letzten Jahrhundert. Einige flackern zögerlich, als würden sie sich jeden Moment in einem letzten Seufzer ihr Leben aushauchen. Ich weiche geschickt den kleinen Pfützen der Schlaglöcher aus. Meine Schuhe müssen sauber bleiben: Die waren teuer! Gedankenverloren folge ich dem Straßenverlauf bergab - irgendwo mitten im Zentrum dieser pulsierenden Metropole. Riesige Reklametafeln, verrauchte Eckkneipen, bunte Klubs und schlecht verputze Hausfassaden reichen sich neben mir die Hände. Menschen wandeln an mir vorüber. Doch das ist mir egal. Hier verfolgt jeder sein eigenes Ziel. Für einen kurzen Augenblick fesselt mich eine Werbetafel. Eine halbnackte Frau rekelt sich vor der Motorhaube des neuen Renault. Angewidert von dieser billigen Vermarktungsstrategie, wende ich mich rasch wieder ab. Meine Schritte werden langsamer und mein Blick schweift in den Himmel. Der Lichtsmog verhindert selbst bei klarster Nacht die Sicht auf die Sterne. Kein Wunder. Der Kern dieses Lebewesen glüht ja regelrecht bei Nacht. Es ist, als führten alle Straßen mitten ins Zentrum, um es dort zum strahlen zu bringen. Die Stadt verleibt sich ihre Einwohner und dessen Fahrzeuge regelrecht ein! Ein plötzlicher Schrei reist mich aus meinen Gedanken. Ich zucke zusammen und starre in die Richtung, aus der er kam. Mein Gehör schärft sich. Stille. Was zur Hölle war das? Niemand außer mir scheint den Schrei bemerkt zu haben. Oder das alte Ehepaar hinter mir ignoriert ihn ganz bewusst. Gott vergeb's ihnen. Hier will niemand in eine Schlägerei hineingezogen werden. Trotzdem zwingt mich meine Neugier die Straßenseite zu wechseln, um dem Ursprung des Schreis auf den Zahn zu fühlen. Oder ist es doch nur meine widerliche Sensationsgeilheit? Egal. Nun bin ich drüben. Vor mir erstreckt sich eine dunkle Nebengasse ins schwarze Nichts der Nacht. Zwei hohe Wohnblocks schließen sie ein. Hier kam der Schrei her. Mein Puls wird schneller und Adrenalin schießt durch meine Arterien. Langsam schreite ich in die Gasse hinein. Die Dunkelheit umschließt mich nun vollkommen. Mein Herz bleibt fast stehen, als plötzlich eine magere Katze zwischen zwei Mülltonnen hervorspringt. Leichtfüßig verschwindet sie wieder hinter einem umgekippten Container. Ich wische mir den Angstschweiß von der Stirn. Ruhig bleiben! Warum tue ich mir das überhaupt an? Was will ich hier? Den Schrei habe ich mir doch eh nur eingebildet! Als hätte ich es damit heraufbeschworen, ertönt erneut ein Jammern keine 20 Meter vor mir. Diesmal viel lauter und schmerzverzerrter - fast unmenschlich. Jeder Muskel meines Körpers ist angespannt. Ich rühre mich nicht. Am liebsten würde ich auf der Schuhsohle kehrt machen und rennen. Zurück zur Straße. Zurück zum Licht! Dafür ist es aber mitlerweile zu spät. Was, wenn jemand wirklich ernsthaft verletzt ist? Das wäre unterlassene Hilfeleistung! Ich fasse mir ein Herz und nehme all meinen Mut zusammen. Langsam, angetrieben von unbändiger Neugier setzte ich meine Füße in Richtung des Schreis in Bewegung... (Fortsetzung folgt?)


Dienstag, 1. März 2011

the first day of spring




Die Sonne bricht durchs Blätterdach.
Alles blüt und lebt, Natur ist wach.
Frühling kommt. Winter geht.
Sonn' erstrahlt. Grün entsteht.

Auto, Bahn und Flieger bleiben stehen.
Komm lass uns im Park spazieren gehen.
Über die Wiesen wollen wir Heute tolln' 
Unsre' Nasen jucken, überall sind Polln'.

Im Park gemeinsam grillen, 
bis zum Abend draußen chillen.
Es ist Frühling. Fühlst du's auch?
Schmetterling - in meim' Bauch.

Frühling kommt zur Tür herein.
Bleibt wohl auch nicht lang allein.
Der Sommer liegt schon in der Luft.
Ich atme ein, welch süßer Duft.
 
 

Dienstag, 15. Februar 2011

Der tragische Tanz



Ein unschuldiger Blick.
„Nimmst du meine Hand?“
Bitte sehr, der Tanz beginnt.
Tanzen wir den Tanz der Liebe.
Lass uns tanzen die ganze Nacht.
Eine Drehung, ein Sprung,
eine kunstvolle Figur.
Dein Herz rast vor Aufregung.
Meine Sinne explodiern'.
Wir leben den Moment.
Es gibt nur dich & mich.
Für diesen Tanz.
Schwerelos gleiten wir dahin.
Durchleben Tieflage und Höhenflug.
Erfahren Leidenschaft.
Entfernung und Nähe.
Die Zeit ist die Ewigkeit.
Eine Sekunde ist ein Jahr &
ein Monat eine Stunde.
Worte verlieren ihren Sinn.
Alles wird belanglos -
im Angesicht der Perfektion.
Was ist schon der Tod.
Was ist Ja und Nein?
Deine Augen sind meine Sonne.
Deine Hände meine Luft.
Deine Füße mein Schatten.
Wir sind eins geworden.
Göttliches Glück erfüllt uns.
Die Musik bricht ab.
Wir halten ein.
Unsere Hände lösen sich.
Der Tanz zu Ende.
Wir wagten zu viel.
Waren eins &
sind nun beide keins.
Unsere Welt zerreißt.


In Mitten von Gut und Böse


Ich möchte euch eine Geschichte erzählen.
Eine Erzählung, die noch kein Ende gefunden hat.
Wir sind mitten in einem Krieg. Ja, wir nehmen sogar daran teil!
Ganz unbewusst. Siehst du die Kämpfe? Spürst du die Spannungen?
Es geht um Herzen. Um die Seele eines jeden Menschen!
Dieser furchtbare Krieg tobt seit Anbeginn der Zeit.

Die eine Seite verführt die Menschen. Schwatzt ihnen Lügen ein.
Sie flüstern dir hohle Versprechen ins Ohr, während du schläfst.
Ihre Dämonen ergreifen Besitz von dir. Infiltration - ist das Motto!
Verlorene schleichen um dich bei Nacht. Ziehen dich auf ihre Seite.
Sie wollen dich benutzen und ins ewige Verderben stürzen.
Leid, Schmerz, Tod, Gier, Eifersucht und allen voran der Hass ist es,
was sie befriedigen. Das ihre gefräßige, nimmer satten Mäuler stopft.
Tod heißt ihr Anführer. Leid und Schmerz ihr Ziel.

Die andere Seite liebt die Menschen. Und führt sie zum Licht!
Sie offenbaren ihnen die Wahrheit in ihren Herzen.
Ihre Lichgestalten wachen über dir. Liebe ist das oberste Gebot.
Sie lassen dich erkennen und schenken den Menschen die Freiheit.
Der weg ins Paradies wird dir gezeigt. Du sollst Zeuge werden.
Liebe, Geborgenheit, Nächstenliebe, Gnade, Barmherzigkeit, Ewigkeit.
Aus diesen Wörtern sind ihre Festungen erbaut.
Ihre Waffe ist die Wahrheit und das geschriebene Wort!

Dies ist der Krieg zwischen Gut und Böse.
Der Krieg um die Herzen der Menschen.
Bis zum Ende aller Tage?


Montag, 24. Januar 2011

"Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt." - Mahatma Gandhi



Du musst perfekt sein in dieser Welt.
Es geht um Erscheinung, Macht und Geld.

Bittesehr, pass dich an & bleib' nicht stehn'.
Leistung! Flexibilität! Diziplin - verlorengehn'.

Menschlichkeit, Charakter, Herz ist heutzutage out.
Auf Individualtität wird lang nicht mehr gebaut.

Bitte dreht die Zeit zurück.
Diese Welt macht mich verrückt.

Wo sind die Tugenden geblieben?
Die Menschen wollen nicht mehr lieben.

Ich wünsche mir so sehr eines Tages kommt auch der Moment,
wo niemand die Worte Völlerei, Gier und Neid mehr kennt.

Bis dahin ist's wohl weit.
Doch ich bin jederzeit bereit.


Freitag, 14. Januar 2011

Inneres Vakuum.



Menschen.
Jeder so verschieden. Jeder so einzigartig.
Und uns alle verbindet eines unweigerlich:
Die Realität.

Wir sitzen gemeinsam in der Wirklichkeit fest.
Ist dies Bestehen lediglich der Auftakt?
Der Startpunkt zum Abheben!
Für manche.
Für manche ist der Start das Ende.
Sie bleiben stehen. Halten fest an dem,
was sie sehen. Lassen sich blenden.
Schließen die Augen, stellen sich blind.
Die Welt nimmt sie ein, erfüllt sie.
Ihre Triebe sind das Einzige.
Fressen, Sex, Sucht, Vergnügen, Gier.
Hauptsache der Körper ist befriedigt.
Sie wollen ja nicht einmal erkennen.
Selbst der Versuch, die Augen zu öffnen, bleibt aus.
Dabei musst du nur in dich hinein horchen.

Wirst feststellen, dass dort mehr ist.
Ein inneres, tiefes Verlangen. Eine Sehnsucht.
Du spürst sie! Doch ihr Ursprung bleibt dir verschlossen.

Erforsche es, stelle Frage. Bleibe nicht stehen -
so wie all die anderen. Sondern breche auf &
nimm die Welt in die Hand.
Irgendwann wirst du erkennen & verstehen.
Denn wer sucht, der findet auch.

Worauf wartest du?


Sonntag, 9. Januar 2011

Fern von jedem Wort..

  .

..oder: Einfach unbeschreiblich.

Worte: Formgebung von Emotionen.
Sie sind die Grundlage unserer Kommunikation.
Durch sie verleihen wir unermeßlich Vielem Ausdruck.
Doch es gibt Momente & Gefühle, für die jedes Wort -
sei es noch so ausgefallen und exklusiv -
grau, stumpf und absolut unumfassend wirkt.
Sie reichen nicht aus, um manche Augenblicke
auch nur ansatzweise angemessen zu umschreiben.
Dies sind die Momente, in denen wir wirklich leben.
Leben und lieben. Fliegen und glücklich sind.
Dies ist die Zeit -  mit DIR.

 .

Sonntag, 2. Januar 2011

2010 - Eine Achterbahnfahrt

 .

Zu Beginn dieses Jahres hätte ich niemals gedacht,
dass es so ereignissreich wird. So abwechslungsreich, so chaotisch.
Damals dachte ich: "Hey, 2009 ist echt krass viel passiert!"
Und heute erscheint 2009 nur noch in verblichenen Grautönen,
wenn man es neben die Erinnerungen von 2010 stellt.

Achterbahnfahrt. Ein Wort, dass dieses Jahr perfekt beschreibt.
Aber die Leute, die mit mir diese Runde drehten, wechselten mittem im Lauf.
Menschen kommen. Menschen gehen. Ich sah' Freundschaften zerbrechen.
Habe erlebt, wie hässlich und wie wunderschön Beziehung sein kann.
Mir ist bewusst geworden, wie selbstsüchtig Menschen sind.
Wie oberflächlich, wie töricht, abstoßend und vorallem wie gesteuert.
Aber auch wie liebevoll, kindlich und wunderbar in jeglicher Hinsicht.
Die Kontraste dieses Jahres sind extrem. Wie Feuer und Eis. Hölle und Himmel.
Das Jahr verging zu schnell. Ereignisse überschlugen sich oft.
Zu schnell für mich? Zu viel auf einmal? Vielleicht.

Nun stehe ich hier. Ein neues Jahr hat begonnen.
Mir wurde ein wundervolles Mädchen & viele hammer Freunde zur Seite gestellt.
Dafür bin ich mehr als nur dankbar.
Wir lassen das Jahr 2010 zurück. Und ich schaue in die Zukunft.
Noch nie hat mich ein Jahr so sehr geprägt, wie dieses.
Man sagt schlechte Dinge würden einen mehr verändern als die Guten.
Das stimmt. Aber die negativen Ereignisse 2010 haben mich stark gemacht.
Haben mir gezeigt, wer ich bin, was ich will und für was es sich lohnt zu kämpfen.
Diese Monate lehrten mich Demut, Barmherzigkeit und Freundschaft.
Danke 2010. Du bist und bleibst etwas besonderes.
Hast mir unheimlich viel beigebracht.
Hast mich sehr intensiv verändert.
Doch vorallem, hast du mich unglaublich viel erleben lassen.
Danke.

.

Freitag, 31. Dezember 2010

Es ist als würde..



Die Augen sanft geschlossen.
Spürst du es? Einzigartige, zeitlose Momente.
So unverwechselbar, so einprägsam & - so wunderschön.


Auf meinem Rücken entfalten sich weite Flügel.
Ich fliege Richtung Himmel. Mein Ziel heißt Glück!
Wärme erfüllt all meine Glieder. Langsam & zärtlich.
Ich breite die Arme aus - voller Freude.


Mein Innerstes lodert in schallenden Jubelrufen auf.
Da gibt es kein Halten mehr. Nichts bleib unberührt!
Alles bebt vor Glück. So unwiderruflich! So unumkehrbar.


Es hat mich der Sprache beraubt.
Meine Worte verschwimmen im Meer der Liebe.
Ich bin nervös, gespannt, schüchtern, bedacht.
Simultan flammt ein Feuerwerk in meinem Herzen auf.


Es ist als würde mich alles zu dir ziehen.
Es ist als würden meine Gedanken nur noch deinen Namen kennen.
Es ist als würde mein Herz Feuer fangen, für dich..


♥ 

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Kurzgeschichte


Weihnachten im Sommer (Geschrieben 2009)

Dezember. Weihnachten stand vor der Tür. Die Straßen waren von einer weißen Schneedecke bedeckt und bunte Lichterketten schmückten die Fenster der Häuser. Ein Schultag noch dann begann für die Schulkinder die schönste Zeit des Jahres - die Weihnachtsferien. Nicht nur der Ferien halber, viel mehr war es die Vorfreude auf Weihnachten, die die Kinderaugen ganz groß werden ließ. Luka ging in die 1. Klasse. Er war schon 6 Jahre alt. In seiner Grundschule fand bereits kein richtiger Unterricht mehr statt. Die Kinder frühstückten zusammen, backten Plätzchen und die Lehrerin laß ihren Schützlingen kleine Weihnachtsgeschichten vor. Gemütlicher Kerzenschein erfüllte das Klassenzimmer. Dies war die einzige Zeit im Jahr, in der auch der kleine Luka mit Freude zur Schule ging.

*Rrrrring* Das Läuten der Schulklingel weckte die Kinder aus der Fantasiewelt des Ebenezer Scrooge. Die Lehrerin klappte das Buch zu und versuchte hastig noch ein paar Worte an ihre Schüler zu richten. Jedoch blieb es allein bei dem Versuch. Die Kinder packten bereits rasch ihre Sachen, um nach Hause zu kommen. Schließlich war heute der letzte Schultag. Luka hatte es ganz besonders eilig. Seine Mutter hatte gesagt, er solle sich beeilen, damit sie ihren Flug bekämen. Dieses Jahr war nämlich etwas ganz besonderes. Zum ersten Mal würden sie Weihnachten nicht Daheim sein. Sonst hatten sie Heilig Abend immer bei Großmutter verbracht. Sie aßen gemeinsam, sangen Lieder und Vater hatte die Weihnachtsgeschichte vorgelesen. Doch nicht so dieses Jahr.

Die Autofahrt verging wie im Flug. Der Flug selbst aber schien für Luka eine Ewigkeit auf sich warten zu lassen. Er war sehr gespannt, wie es wohl sein möge zu fliegen. Er rannte den gesamten Terminal C auf und ab. Spannte dabei seine Arme weit auseinander und ahmte Motorengeräusche nach. Plötzlich ertönte eine Stimme über die Lautsprecher:„Wir bitten die Passagiere für den Flug 266 nach Australien jetzt an Bord zu kommen!“. Vater hatte ihm Australien bereits auf einer großen Landkarte gezeigt doch da erschien es winzig klein. Wie sollten sie dort alle Platz finden? Der 6-jährige war fürchterlich gespannt. Als sie endlich in das Flugzug durften, rannte er vor und saß als erstes auf seinem Platz.

Luka fand es unheimlich aufregend über den Wolken zu fliegen. Er schaute gebannt und mit fasziniertem Blick aus dem Fenster. Etwas später schlief er jedoch ein. Nach 24 Stunden landete Flug 266 in Melbourne, Australien. Sie bekamen schnell ihr Gepäck und verließen den Flughafen durch den Haupteingang. Als sie aus der Halle traten, blieb Luka wie angewurzelt stehen. Wo war der ganze Schnee, fragte er sich. Und warum war es so warm? Irritiert zog er am Ärmel seines Vaters: “Duu, Papa? Der Winter ist verschwunden.“ Sein Vater lachte. „Habe ich dir das nicht erzählt Luka? In Australien haben sie jetzt Sommer.“, erwiderte er gutmütig und hielt nach einem Taxi Ausschau. Lukas Mund stand immer noch weit offen. Hatte er so lange geträumt? Hatte er den ganzen Winter und Frühling im Flugzeug geschlafen? Entsetzen machte sich in seinen kleinen Kinderaugen breit. Habe ich Weihnachten verschlafen? Wird der Weihnachtsmann mich jetzt nicht besuchen? Er lies seine Tasche fallen und rannte entsetzt zu seinem Vater. „Papa, Papa! Wenn jetzt Sommer ist, dann ist ja Weihnachten vorbei!“ Er war den Tränen nahe. „Der Weihnachtsmann hat mich im Flugzeug vergessen.“ Schniefte er traurig und schaute zu Boden. Sein Vater beugte sich zu ihm hinunter, lächelte und sagte: „Keine Angst Luki, du hast Weihnachten nicht verschlafen. In Australien ist Sommer, wenn wir Winter haben. Das bedeutet, sie feiern Weihnachten im Sommer.“ Er schloss Luka in seine Arme und beruhigte ihn. Als er ihn losließ, strahlte der Kleine wieder. „So und nun hol schnell deinen Rucksack und komm. Mama steht schon am Taxi und wartet. Wir wollen doch pünktlich bei der Schwester deiner Mutter ankommen, um Weihnachten zu feiern. Weihnachten im Sommer.“

Dienstag, 21. Dezember 2010

Vollendete Tatsachen



Ein halbes Jahr lässt Schmerzen vergessen.
Aber auch viel Schönes! Heute ist DER Tag gewesen.
Der Tag, an dem ich die Tür verschloss. Endgültig.
Der Tag, an dem ich Erinnerungen verbrannte. Endgültig.
Da ist kein polternder Geist mehr in meinem Haus.
Ich bin frei - habe die Vergangenheit sich selbst überlassen.
Für dich und für mich und für DICH!
Du sagst, ich sei feige, verändert, nicht mehr derselbe.
Du fragst mich, wie ich nur so verletzend sein kann?
Eines Tages wirst du dich von der verschlossenen Tür abwenden &
die schöne Welt wahrnehmen. Dann wirst du mich verstehen.
Wirst verstehen "Warum?" und wirst begreifen, dass es richtig war.
Vielleicht wirst du dich mit einem Lächeln erinnern und leise:

"Danke."

..in den Wind flüstern.
Es tut mir Leid. Oder nein:
Du hattest recht, das tut es nicht.
Denn es war der richtige Weg.
Das sind vollendete Tatsachen.


Sonntag, 12. Dezember 2010

Vertrauen

Anmerkung: Der Tag, an dem ich diesen Text verfasst habe, liegt etwas zurück. Es handelt sich hierbei um eine Rede im Fach DS. Des Weiteren möchte ich klarstellen, dass einige Gedanken nicht nur von mir sind - sondern lediglich das zusammen- geschriebene und verknüpfte Gesamtwerk. Da es schon lange her ist, habe ich die Quellen leider nicht mehr gefunden.


Vertrauen


Vertrauen gerade in unserer modernen, komplexen Welt ist unverzichtbar! Würde man anderen Menschen kein Grundvertrauen entgegenbringen, würde alles zusammenbrechen. Oft hört man den Satz von Menschen, die enttäuscht wurden: “Kann man denn überhaupt niemandem mehr vertrauen?“ Vermutlich ist jedem von uns schon einmal dieser Gedanke durch den Kopf geschossen, wenn er von einem Menschen enttäuscht wurde. Nachdem man in einer Situation versetzt wurde, ist das eine ganz normale Reaktion. Viele Menschen jedoch, die schlechte Erfahrungen mit ihren Mitmenschen machten, sind nicht nur enttäuscht, sie werden auch sehr misstrauisch und entwickeln eine gar feindselige Haltung gegenüber anderen. Diese Haltung könnte man auch als eine Art Schutzschild betrachten, das aufgebaut wurde nach dem Motto: „Wenn ich niemanden vertraue, kann ich auch nicht enttäuscht werden“. Dies stimmt. Doch geht man mit dieser Einstellung durchs Leben, verpasst man viele wundervolle Erfahrungen mit anderen Menschen.

Es gibt zwei Arten von Vertrauen. 1. Das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und 2. Das Vertrauen in andere Menschen. Beides hängt miteinander zusammen. Wenn wir uns selbst vertrauen, dann glauben wir an unsere Fähigkeit, mit allem, was auf uns zukommt, umgehen zu können. Wir haben also das Selbstvertrauen, unser Leben zu meistern. Durch dieses Vertrauen gehen wir gelassen durch die Welt. Wenn ich der Überzeugung bin, ich kann - komme was wolle - damit fertig werden, dann brauche ich keine Angst zu haben, anderen zu vertrauen. Dann kann ich anderen Gutes "unterstellen". Wenn ich jedoch glaube, anderen nicht gewachsen zu sein, schwächer als andere zu sein, dann habe ich Angst vor anderen und neige zu Misstrauen. Und Misstrauen führt zur Abschottung von der Gesellschaft. Wir sollten also selbst wenn wir enttäuscht wurden, jedem eine Art Grundvertrauen entgegenbringen. Um unser Willen und dem der anderen Menschen. Mit Vertrauen in sich selbst ist das Leben einfacher! Es ist bewiesen, dass Menschen die sich mehr zutrauen und optimistischer sind auch mehr gelingt. Allein aus ihrer Einstellung heraus. Deshalb ist Vertrauen so wichtig. Vertrauen in sich selbst und Vertrauen in andere, um einfacher und mit mehr schönen Erfahrungen durchs Leben gehen zu können.



Mittwoch, 8. Dezember 2010

From Nothing To Eternity


Kannst du mich hören?
KANNST DU MICH HÖREN?!


Ich schreie nach dir! - In der Dunkelheit.
Meine Stimme zittert vor Angst und Schuld.
Bin blind, am verzweifeln und irre umher.
Stehe mitten im Wald. Der Himmel ist schwarz.
Die Bäume sind grau und kahl. Es stinkt nach Tod.
Meine Augen brennen. Auf meinem Gesicht liegt eine Ascheschicht.
Ich kriege kaum Luft & eine widerliche Übelkeit erfüllt mich.


Kannst du mich hören?
KANNST DU MICH HÖREN?!


Ich sinke zu Boden und schluchze laut.
Ich flehe dich an. Rette mich! Schenk' mir Flügel!
Ein Schrei in der Dunkelheit. Es war mein eigener, so befremdlich.
So schmerzverzerrt, so schrill, so Mark erschütternd.
Ich muss hier raus! Sonst sterbe mich.


Kannst du mich hören?
KANNST DU MICH HÖREN?!


Du lässt dich von denen finden, die dich suchen?
Und jetzt? Ich bin hier allein. Ganz allein. Bin am Ende.
Mein Schreien erreicht kein Ohr in diesem verfluchten Wald.
Hier bin nur ich, der Gestank, die Asche und die toten Bäume.
Mehr nicht.


Ich nehme all meine Kraft zusammen &
brülle aus ganzer Seele, ganzem Herzen, mit all meinem Sein:


Wenn du mich hörst, rette mich!


Stille. Absolute Dunkelheit.


Ganz vorsichtig öffnen sich meine Augenlider.
Ich muss stark blinzeln. Es ist so hell, so warm.
Der Wald, der Gestank, die Bäume, die Asche.
Alles verschwunden.
Ich liege auf einer wunderschönen Wiese.
Das Gras fühlt sich weich und zart an.
Mein Blick schweift ungläubig umher.
Ein atemberaubendes Blumenmeer entfaltet sich vor mir.
Meine Augen sind weit aufgerissen.
Ich komme aus dem Staunen nicht mehr hinaus,
dreh' mich im Kreis, lass mich fallen, springe auf & renne über die Wiese.
Die Sonne strahlt in ihrer ganzen Pracht am Horizont.
Der Himmel ist unfassbar facettenreich.
Vögel zwitschern laut, fliegen Kunststücke in der Luft.
Alles ist voller Leben, der Wind ist warm und angenehm.
Es duftet herrlich. Wie kurz nach einem Regenschauer.
Was für ein wundervoller Ort. So vollkommen.


Plötzlich, zwischen all der Faszination.. steht er auf einmal da.
Ruckartig bleibe ich wie angewurzelt stehen.
Ein Lächeln liegt in seinem Gesicht. So voller Freude und Liebe.
Er winkt mir aufgeregt zu und will, dass ich zu ihm komme.
Ich kann seinem Blick kaum standhalten, so schuldig fühle ich mich.
Eine angenehme Wärme macht sich in meinem Körper breit.
Aufeinmal empfinde ich Geborgenheit, Annahme, Liebe.
Meine Anspannung schwindet.
Ich muss lachen - vor Freude.
Mein ganzer Körper bebt vor Glück.
Ich renne ihm entgegen & lande sanft in seinem liebevollen Arm.
Er hält mich. Dieser kurze, flüchtige Moment war überwältigend.
All meine Schuldgefühle verpufften im Nichts. 
Was blieb war Geborgenheit, Liebe, Annahme, vollkommener Frieden. 
Spürbar in jeder Zelle meines Körpers und in absoluter Perfektion.
Endlich. Ich bin angekommen. Hier bin ich richtig.
Nach all der Zeit. Nach all den Irrwegen. Endlich.
Alles ergibt auf einmal Sinn.
Danke, danke Vater! 



Dienstag, 7. Dezember 2010

Familie



Familie: Ein Geschenk..
..aus Gold, Dreck..
..oder irgendwas dazwischen!

Eltern, Geschwister, Tanten, Onkel, Cousins, Cousinen, Opa, Oma, Uroma, Uropa, Großonkel, Großtante und und und.. jede einzelne dieser Personen bekommt man in sein Leben gestellt. Ob man es nun will oder nicht. Keiner fragt einen. Familie bedeutet manchmal die reinste Qual. Ebenso ist sie das beste, was diese Welt zu bieten hat. Familie ist der Ursprung deiner selbst. Sie prägt dich, formt dich, zeichnet dich. Hier kannst du du selbst sein. Musst dich nicht verstellen. Du wirst geliebt. So, wie du bist. Meistens. Familie kann grenzenlose Geborgenheit, uferlose Liebe und endlose Unterstützung umfassen.
Oder das komplette Gegenteil. Familie kann ein Fluch oder ein Segen sein.

Doch eines steht fest: Man hat sie unweigerlich in seinem Leben. Warum sollte man dieses Geschenk unachtsam behandeln? Vorbeiziehen lassen? Für selbstverständlich nehmen?
So bleibt sie doch meist ein Leben lang, prägt einen mehr alles andere
& kann so wunderschön sein.

Niemals.. niemals, sollte man sie durch Streitigkeiten aufgeben. So ist sie doch das größte Glück! Freunde kommen und gehen. Doch die Familie, sie bleibt. Sie ist immer da.
Pack dieses Geschenk mit beiden Händen und halte es fest -
mit sanftem aber unnachgiebigem Griff.



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Sonntag, 5. Dezember 2010

Ich will schlafen, woanders aufwachen.




Ich will schlafen, woanders aufwachen. 

Nie mehr derselbe sein & kein bekanntes Gesicht mehr sehn' 
Will meine Augen schließen und mit einem Lächeln wieder öffnen.
Alles hinter mir lassen. Jeden Moment vergessen.

Ich will schlafen, woanders aufwachen.

Wann fährt der Zug Richtung Freiheit ab?
Wie sieht die Stadt der Nächstenliebe aus?
Wo ist der Ort ohne Erwartungen und Druck?
Welchen Namen trägt die Straße des Glücks?
Wem muss ich folgen, um die Wahrheit zu finden?

Ich will schalfen, woanders aufwachen.
Kommst du mit?
Heute noch!



Mittwoch, 1. Dezember 2010

Der Tag an dem ich flog.


Ich sitze in meinem Zimmer. Der Schreibtisch ist unordentlich. Im Gegensatz zum Zimmerboden aber noch recht aufgeräumt. Mein Couch-Bett steht immer noch in der dunklen rechten Zimmerecke, wie ich es vor 11 Stunden verlassen hatte. Ein Blick nach rechts. Hinter meiner Balkontür scheint sich eine andere Welt zu entfalten. Der Himmel strahlt blau. Vereinzelt ziehen Wolken hoch am Himmel vorbei. Den Großteil meines Blickfeldes aber nimmt eine einzelne, kräftige Birke ein. Die Blätter leuchten kontrastreich in der abendlichen Sonne. Zähle ich etwas in dieser Welt? Ich bin drinnen. Abgeschnitten. Vertieft in Gedanken, Musik, Sorgen und einem schleichenden Unwohlsein. Ich denke, ich sollte rausgehen. Drei Schritte und einen Handgriff später ist die Balkontür offen. Eine frische Brise streichelt mir übers Gesicht und zieht vorbei ins triste Zimmer hinein. Ich schließe die Augen und atme tief – sehr tief durch. Die Balkonfliesen sind noch ganz warm von der Sonne. Irgendwie angenehm. Ich schreite bis zum Geländer und schaue in die Ferne. Es war eine gute Entscheidung rauszugehen. Meine Glieder handeln wie von selbst. Ich steige auf den Eckpfeiler meines Balkons und schaue hinunter. "3 Stockwerke", höre ich mich leise in den Wind säuseln. Ich breite meine Arme aus. Augenblicklich erfüllt mich ein Gefühl von Schwerelosigkeit. Die Zeit bleibt für einen Moment stehen. Alle Geräusche verstummen. Da ist nur noch mein Herzschlag. Bumm! Bumm Bumm! Dann springe ich. Nein, vielmehr hebe ich ab. Ich gleite hinüber zur anderen Straßenseite auf die Birke zu. Ein Gefühl von Freiheit durchkommt mich. Mein Shirt flattert laut im Wind. Ich lande sanft auf einem großen Ast mit den Füßen voran. Ausatmen, einatmen. Mein Brustkorb senkt und hebt sich immer wieder hastig. Ich blicke mich um. Niemand scheint meine kleine Flugeinlage bemerkt zu haben. Ich lass mich sanft auf einen dicken Ast hinab sinken und baumle mit den Beine. Fliegen, ich kann tatsächlich fliegen! Ein stummes, überglückliches Lächeln zieht unverkennbar über mein Gesicht.


"Menschenfeind"

Die folgenden Zitate sind aus einem französischen Drama. Der Film heißt "Menschenfeind" und ist meiner Meinung nach sehr sehenswert. Insofern man ein paar makabere Szenen und die durchweg sehr obszöne aber realitätsnahe Sprache der Akteure abkann. Der Film zeigt das Leben eines verzweifelten Mannes, dessen Bild vom Leben und des Menschen durch viele schlechte Erfahrungen extrem negativ geprägt ist. Der Film regt zum Nachdenken an und auf eine Art und Weise sind viele seiner Monologe, aus denen auch die Zitate entspringen, von philosophischen Wert und berühren mittem im Herzen. Anmerkung: Der Film ist nichts für schwache Gemüter.



"Letztendlich ist der Tod keine große Sache. Man macht ein Riesen Geschiss daraus, aber wenn du's aus der Nähe siehst, ist es nichts. Nur ein Körper ohne Leben. Bei den Menschen ist es wie bei den Tieren. Man liebt sie, man begräbt sie und dann ist es vorbei."


"Das Leben ist, ist ein andauernder Kampf. Man muss kämpfen, seinen Plan behaupten."

"Aber was heißt eigentlich allein sein? Du kannst mit einem Kerl oder einer Frau oder sogar mit Kindern leben und trotzdem bist du ganz allein. Ja, ich bin allein und sie auch. Man kommt allein auf die Welt, man lebt allein, man stirbt allein. Allein, immer allein, sogar beim vögeln ist man allein, allein mit seinem Fleisch. Allein auf dem Weg durch einen Tunnel. Ein Weg den man mit niemandem teilen kann und je älter man wird, desto mehr ist man allein. Mit ein paar Erinnerungen an ein Leben, dass sich nach und nach zerstört."

 

"Es gibt keine Gerechtigkeit ohne Rache."

"Der Tod ist kein Irrtum, er ist eine Hintertür."

"Es ist als würde sich alles wiederholen."

"Liebe, Freundschaft, alles Quatsch. Das sind Illusionen, die man versucht aufrecht zu erhalten, um nicht zugeben zu müssen, dass alle zwischenmenschlichen Beziehungen reines Geschäft sind. Wir sprechen von Freundschaft und Liebe, aber aus Berechnung. Es kommt uns gelegen. Die Realität ist käuflich."


"Die Menschen glauben sie sind frei, doch es gibt keine Freiheit. Es gibt nur Gesetze, die Unbekannte zu ihrem Wohl geschaffen haben." 


"Weißt du was das ist, Moral? Ich werd’ dir sagen, was Moral ist. Moral ist was für die, die sie gepachtet haben. Das sind die Reichen. Wer sind die, die immer Recht bekommen? Das sind auch die Reichen und die Armen gehen leer aus."

"Jedem sein Leben, jedem seine Moral!"

"Jeder verteidigt seine Kohle, seine Interessen und niemand tut etwas für dich."

"Das Leben ist eine große Leere. Das war’s schon immer und wird es immer bleiben."


Quelle der Zitate: http://www.stuffnews.de/z49.php?ID=menschenfeind
Beginn bzw. Ausschnitte des Films: http://www.youtube.com/watch?v=PIAPeiBc4eE



( Innerhalb der Ausschnitte fehlen Szenen/Szenenteile, die auf Youtube szensiert wurden. Deshalb ergeben die Ausschnitte teilweise keinen Sinn. )

Montag, 29. November 2010

Glück



Glück.

Du kannst Glück erfahren, glücklich sein, dich vor Glück freuen, 
jemanden Glück wünschen, nach Glück streben.
Doch was ist Glück?

Hängt unser Glück von materiellen Dingen, Beziehungen ab?
Es gibt vermögenden Menschen, die zufrieden sind.
Ebenso funktionierende Beziehungen,
die zwei Menschen in den 7. Himmel befördern können.
Sie sind glücklich.

Doch nebenher existieren Reiche, die zutiefst verbittert sind.
In ihren Herzen steht Traurigkeit großgeschrieben.
Zugleich kommen Beziehungen vor,
in denen sich die Menschen gegenseitig zerstören.
Sie sind unglücklich.

Beziehung und Geld sind also kein Ursprung des Glücks.
Dies sind nur Faktoren, die den Rohdiamanten "Glück" schleifen,
ihn abrunden, ihm Form verleihen und zum strahlen bringen können.
Doch dein Glück.. oder vielmehr der Ursprung deines Glückes..
..bist schlussendlich du selbst. Mit sich selbst zufrieden sein, 
sich so angenommen haben, wie man ist, mit all den Fehler, 
mit all den Schwächen und Makeln,

das macht glücklich.
Das ist Glück.


Sonntag, 28. November 2010

Diese Welt



Diese Welt, unsere Welt.
...
Sie scheint so selbstverständlich, so alltäglich.
Wir leben in ihr, durch sie. Tag ein Tag aus. Schlafen, gehen arbeiten, essen, 
versuchen unsere spärliche Freizeit für die wichtigen Dinge zu nutzen.
Und in all diesen unendlich scheinenden Wiederholungen suchen wir nach etwas..
Wir wollen glücklich sein. Messen unser Leben an Maßstäben.
Wie dumm, wie traurig, wie menschlich.. 

Ist die Welt doch soviel mehr. Nie werden wir im Ganzen verstehen.
Betrachtet man unseren blauen Planeten von außen, ist er nichts.
Wie ein Sandkorn in der Wüste. Und auf diesem kleinen Sandkorn sind wir.
Sorgen uns um einen Scheiß, der keinerlei Bedeutung hat.
Denke ich darüber nach, geht es mir besser.
Meine Probleme sind doch nicht so groß.
...
Genau genommen sind sie.. 
..nichts.